Der Weg zurück oder doch vor? Vom Ende zum Anfang

Hi zusammen,

da ich erst jetzt dazugekommen bin, diesen Blog einzurichten, wird mein erster Eintrag etwas länger...

Zu Anfang ein kurzes Resumée der letzten Tage, beginnend mit der letzten Prüfungswoche...

Der Lebensinhalt der letzten Woche bestand ausschließlich aus HSB (Handels- und Steuerbilanzen). Ein monotoner Tagesablauf hat Einzug gehalten. Ziel war es innerhalb von 3 Tagen HSB zu können. Bei meinem 1. Prüfungsversuch hatte ich die Prüfung geschoben und mir vorgenommen mich beim nächsten Mal besser darauf vorzubereiten. Doch die Realität hat einen früher eingeholt als gedackt. So kam es wie es kommen musste - 3 Tage mussten reichen. Da wie wir wissen 50% der Steuerliteratur in Deutsch verfasst wurde, habe ich der Unternehmung den Namen "Mission Impossible" gegeben. 3 Tage, 2 Zigarren, mehrere Tütensuppen, ein 5-Liter Faß (damit keine Gerüchte aufkommen, das Faß habe ich weder alleine ausgetrunken noch wurde es ganz ausgetrunken, aber bevor man es wegschmeißt, opfert man sich...) später, saß ich dann auch endlich vor den Prüfungsaufgaben. Nach 1,5h war alles geschafft, das Gehirn war leer und der Akku auch. Aber was heißt hier ausruhen. Nach einer kurzen Verabschiedung von den HSB-Mitstreitern Sören, Stephan und Witas ging es zurück nach PB. Jetzt brauchte ich erstmal eine Stunde Pause um zu realisieren, dass das wirklich meine letzte Prüfung für dieses Studium war. Feiern musste leider auf später verschoben werden, denn ich musste ja noch die Wohnung räumen. Um halb 10 war dann endlich alles mit dem Vermieter geklärt und ich konnte mit einem bis zur Oberkante gefüllten Auto den Heimweg antreten. Natürlich haben solche Fahrten es an sich, dass einem nach spätestens einer Stunde langweilig wird. Und Marius, was macht man in solch einem Fall? Klar man nimmt sein Handy und ruft alle möglichen Leute an. Kurz vor 1 habe ich dann noch kurz bei Johannes in Herzogenaurach vorbeigeschaut und ihm die Malaria-Tabletten gegeben. Die letzten Kilometer gingen dann auch schnell vorbei und ich konnte endlich ins Bett fallen. Den nächsten Tag könnte man grob gesagt als großangelegte Einräumaktion bezeichnen. Da bis jetzt nur das Wann für meine Abschiedsfeier feststand habe ich zwischendurch noch das wo und wie geklärt. Ca 19:30 war das Chaos in meinem Zimmer komplett (für diejenigen die es gesehen haben, es schaut jetzt wieder normal aus...), der Handyvertrag wurde stillgelegt, Telekom-Anschluss in Wolkersdorf gekündigt, Autoschlüssel meiner Schwester anvertraut (Catharina behandle es gut - du weißt "Big brother is watching you!" )

Zusammengefasst: Die Gäste konnten kommen.

Was Planungen natürlich immer so an sich haben, kommt es immer etwas anderes.

An dieser Stelle aber noch mal ein riesen Danke schön für das Buch (habe schon angefangen) und die Freiheitsstatue aus den 1001 Bildern... hat mir beides super gefallen.

Nach der Stürmung der Bar, das Anzapfen der geheimen Alkoholvorräte (Tisch) und eigenem crushed ice haben wir die Cocktail Bar nach Hause verlagert.

Diesem Abend ist dann auch eine Zahnbürste zum Opfer gefallen, wir trauern noch immer um sie. Die Gründe für das tragische Ableben sind noch nicht eindeutig geklärt. Es könnte was mit Tretminen in Zimmern oder doch mit Alk/Cocktails zu tun haben. Wir kamen leider nicht dazu, alles aufzuklären, da wir natürlich noch für Bewegungsausgleich sorgen mussten. Wie die meisten von euch wissen bin ich so ein halber Zappelphilip, soll heißen, sobald Musik läuft sieht man mich des öfteren auf der Tanzfläche (hier nur kurz 2 Zitate/sinngemäße Wiedergaben: ..." der jacobs'sche Tanzstil"... und "Nehmt euch in Acht, Christian wird aktiv - passt auf das er euch nicht mit auf die Tanzfläche zerrt").

Und da idealerweise gerade Bergner-Party war, musste man die Chance nutzen. Und wie es immer auf Bergner-Partys so ist, trifft man einen Haufen alter Schulkollegen... So kurz vor drei haben uns dann aber doch die Kraft verlassen und sind nach Hause gefahren.

Nach einem super reichhaltigen Frühstück - das haben Abschiedsessen so an sich (was anderes hätte mich auch nicht aus dem Bett gelockt ), ging es an die große Packaktion. Wer mich kennt wusste schon vorher das es mal wieder knapp werden sollte. Idealerweise wusste ich auch erst Abends, wie kalt es in Austin im Winter sein kann. Es wurde mir aber versichert, dass ich außer 2-3 Pullover nichts brauche (sorry wollte euch nicht neidisch machen). Aber um 21 Uhr war es dann doch geschafft und das Zimmer sah dann auch wieder normal aus. (Beweisfotos werden nachgeliefert...)

Der Anfang:

Am nächsten Morgen, eigentlich sollte man besser Nacht sagen, ging der Spaß los! Nach ganzen 3h Schlaf war das auf Aufstehen ne richtige Qual. Das "Guten Morgen" viel knapp aus, da jeder noch auf Notakku lief. Nach der Dusche ging es aber schon besser. Die Fahrt zum Flughafen war dann ziemlich surreal. Meine Füße haben sich wie Holzbeine angefühlt - total taub, als wenn sie eingeschlafen wären aber ohne kribbeln. Mir kam es so vor als wenn ein Film abgespielt werden würde und ich selbst nur Zuschauer bin.

Am Flughafen angekommen, mussten wir feststellen, dass uns unnötigerweise eine Stunde Schlaf geraubt wurde. Wer sollte schon wissen, dass man erst eine Std. vorher einchecken kann...

Bei der Abgabe des Gepäcks, wurde mir auch bewiesen, dass 46 Kilo nicht gleich 46 Kilo sind. (Jan ich weiß du wusstest es schon vorher ) Naja so durfte ich obwohl ich weniger als 46 Kilo hatte, zahlen!! Verbuch ich mal unter Erfahrung. Es wurde sogar noch besser. Sie konnten mir nicht mal die Gates und Sitzplätze für Frankfurt - Chicago und Chicago - Austin nennen. Den Sitzplatz für den Flug nach Chicago habe ich dann erst bekommen, nach dem sich die Menschenmassen ins Flugzeug begeben haben... Die letzten Hoffnungen einen Notausstiegsplatz zu bekommen wurden somit im Keim erstickt - aber was solls, sonst hat ja alles geklappt. Da 9h Flug recht lange sein können, habe ich die Zeit genutzt und das zusammengeschrieben, dass ihr im Moment lest.

Chicago war dann doch noch ein Erlebnis. Der Flug hatte eine halbe Stunde Verspätung. Da ich aber 2,5 h in Chicago Aufenthalt hatte war das noch kein Problem. Doch als ich zur Passkontrolle kam und ich die lange Schlange gesehen habe, musste ich doch das erste mal auf die Uhr schauen. Nach ein bißchen mehr als einer Stunde konnte ich durch den Zoll gehen und mein Gepäck gleich wieder abgeben. Jetzt hieß es nur noch herausfinden zu welchem Gate ich muss (auf meinem Ticket stand ja leider nichts drauf) und einsteigen.

Nach einem Terminalwechsel (Im ATS (Airport-Transport-System) wurde ich dann auch gleich als Deutscher enttarnt. Ich hatte gefragt, ob der Sitz noch frei ist anstatt wie in Amerika üblich ob der Sitz besetzt ist... man lernt nie aus...) war ich dann endlch beim Sicherheitscheck gelandet. Doch leider wollten die mich nicht kontrollieren. Sie haben mir gesagt, dass sie mit dem Ticket nichts anfangen können. Also gut - man ist ja nicht so - man wechselt also wieder das Terminal (Bei United kann man leider nur im 1. Terminal einchecken und nicht im 2.) und begebe mich zu einem dieser Easy-Check-In Automaten um mir das "richtige" Ticket auszudrucken zu lassen. Da mein Flug in 30 Min fliegen sollte, war ich jetzt ein bißchen in Eile. Also schnell wieder zum Sicherheitscheck im anderen Terminal und dann endlich zum Gate rennen. 5 Min bevor das Flugzeug gestartet ist, saß ich dann auch endlich auf meinem Platz.

Als ich dann in Austin aus dem Flugzeug stieg, kam ich mir wie im Urlaub vor. Die Wärme, die einem entgegen kam, hat einen sofort an Tenneriffa oder Mauritius erinnert.

Also in Austin nur noch das Gepäck abgeholt, Auto entgegengenommen und ab ging es Richtung Wohnung. Nach einer Std. Fahrt stand ich dann auch vor den Türen der Häuser-Gruppe. Aber wie reinkommen - wenn man den Vermieter nicht anrufen kann und es keine "Klingel" gibt. Aber genau zum richtigen Zeitpunkt kam ein Auto raus , so dass ich endlich bis vor die Haustür fahren konnte. Nach einem kurzen Klingeln hat mich dann die Schwester von Konrad (Namen werde ich nachliefern, habe ihn leider vergessen) begrüßt. Sie gab mir zu Anfang auch gleich eine Rundführung durch das Haus. Man fühlt sich echt wie in einer Altbauwohnung. Hohe Decken und zig verschiedene Möglichkeiten/Türen durch die man einen Raum betreten kann. Nachdem ich mich dann in meinem Zimmer ausgebreitet habe, habe ich mich erstmal auf die Terrasse gesetzt, Musik gehört und die Aussicht genossen. Die Schwester hat mir später noch 2 weitere Hausbewohner vorgestellt. Fragt mich nicht nach den Namen... ( Auf jeden Fall habe ich die Namen das erste mal gehört - so ähnlich wie dussie). Einer der beiden Hunde hat mich irgendwie an englische Landlords und ihre Jagdhunde dran erinnert. Mit seinen 1,2m Höhe und 1m Länge hatte er auch gleich meine volle Aufmerksamkeit.

An meinem ersten Arbeitstag ist bis jetzt noch nicht viel passiert . Dirk hatte mich erstmal rumgeführt und mir wieder viele Leute vorgestellt. Ihr wisst Namen.... Ich bin schon Stolz dass ich mir 5 Namen merken konnte... So kurz nach 11 Uhr Ortszeit war es mit der Ruhe aber auch schon vorbei. Dirk hatte mir Scott Waldrop (Projektleiter) vorgestellt. Er sollte in 4 Woche ein RFP für US Postal Services erstellen, wobei schon eine Woche vorbei ist und bis auf das Kickoff meeting noch nichts gelaufen ist. Und jetzt dürft ihr dreimal raten, was ich jetzt machen darf... Naja da ich bis jetzt noch keinen eigenen Account habe, ging bis jetzt alles über meine private Emailadresse. Ich hoffe im Nachhinein, dass es kein Fehler war.

Naja an die Schreibweise von J und 1 muss ich mich auch noch gewöhnen... Manchmal bin ich mir echt nicht sicher ob sie nachfragen was ich geschrieben habe, weil ich so geschmiert habe oder weil sie es wirklich ganz anderes schreiben...

Das schlimmste ist aber die Tastatur! In jedem Satz gibt es besimmt 20 Tippfehler...

Als ich dann kurz vor 7 wieder zu Hause war, ging es auch gleich zum Einkaufen. Ich kam mir vor wie ein Kleinkind. Es ist gar nicht so einfach einen Gauda im Käseregal zu finden - besonders wenn man den englischen Namen nicht weiß. Ergebnis war, dass ich nach der Farbe des Käses gegangen bin und sicherheitshalber 2 verschiedene Käse genommen haben. Ich musste feststellen das sich das Gerücht bezüglich Brot bewahrheitet hat. Es gibt zigverschiedene Toasts aber kein richtiges Brot. Also falls jemand mal hier in Austin vorbeischauen will, dann BITTE deutsches BROT mitbringen - ich vermisse es jetzt schon... Die ganzen Maßeinheiten in den USA sind manchmal wirklich irrwitzig - wo sonst kann man genau 374g Spaghetti oder 1,84 Liter Wasser ... einkaufen.Das beste kommt aber zum Schluß. Als ich eine Verkäuferin gefragt hatte ob sie Tee(-beutel) im Angebot haben, hat diese mich erstmal verdutzt angeschaut und gefragt ob ich wirklich Teebeutel meine. Sie sah mich an, als wenn ich vom Mars kommen würde...

So das wars jetzt erstmal.. Hoffe ihr hattet ein bißchen Spaß beim lesen

 

ciao

Christian

11.10.06 22:10

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


pompini / Website (6.6.07 18:21)
sono eccitato circa questo luogo, buon lavoro!


sesso / Website (19.6.07 02:09)
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