Die Ausschweifungen von C aus A in T

Ein Howdy an die große, weite Welt da draußen Sorry, dass ich mich schon lange nicht mehr gemeldet habe, wird hoffentlich nicht mehr vorkommen. Wie ihr vielleicht wisst bin ich am Sonntag für ein paar Tage nach Washington geflogen. Auf dem Weg dorthin habe ich natürlich einige Dinge, die meine Aufmerksamkeit geweckt haben, so runter geschrieben. Nach und Nach habe ich das ganze noch um ein paar Sachen ergänzt. Also nicht wundern wenn es etwas durcheinander geht. Ich sitze gerade auf dem Flug nach Houston. Es ist kurz nach 16 Uhr. Wir sind noch nicht mal gestartet und schon wurde einem wegen Regen die erste Verspätung angekündigt. Ich fühle mich irgendwie an Chicago erinnert... Sobald es hier in Austin - vielleicht sogar in ganz Texas anfängt zu regnen, spielen die Leute verrückt. Sie fliegen nicht los, fahren alle nur noch 20 Meilen pro Stunde.... Eigentlich hätte ich in Houston eine Stunde Aufenthalt, mal schauen ob es ein kürzerer oder ein wesentlich längerer Aufenthalt wird... Naja Dank dem Film "Terminal" weiß ich ja, dass man auch mehrere Tage/Wochen auf nem Terminal leben kann Aber das Ganze hätte natürlich auch sein Gutes (wie bei fast jeder anderen Sache gibt es immer 2 Seiten der Medaille) - ich könnte mir Abends Houston anschauen und könnte mir die nächtliche Fahrt vom Baltimore/Washington Airport (für die Experten unter euch BWI) nach Rockville sparen. Aber zwischendurch wollte ich euch mal über ein paar weitere Kleinigkeiten informieren, die mir in letzter Zeit so passiert sind. Uschi hatte mich vorletzten Freitag noch dran erinnert, dass ich in den USA weder zu schnell fahren noch was trinken soll bevor ich fahre (aber mit einem Glas Sekt intus kann man immer noch fahren oder Thilo?). Für alle die jetzt denken - ihn hats erwischt - die muss ich leider enttäuschen. Aber ich muss zugeben es war knapp. Es war das erste mal, dass mir das frühe Aufstehen geholfen hat. Es war auf dem Weg zur Arbeit. Noch halb im Schlaf, halb in Gedanken fahre ich so auf der FM620. Da sehe ich doch glatt nen Polizisten auf dem Motorrad mit ner Art Laserpistole. Ihr glaubt gar nicht wie schnell man wach werden kann. Bin natürlich sofort auf die Bremse getreten - ist so ne Art Reflex von mir - muss sagen hat mir bis jetzt auch fast immer geholfen (außer 6-7-mal). Gott sei Dank war ich noch so müde, dass ich nur dahin geschlichen bin. Schwein gehabt. Dank dieser Erfahrung halte ich mich zumindest grob an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Es geht ja hauptsächlich um Nachmittags/Abends, morgens besteht die Gefahr bei mir ja nicht so. Aber mal schauen wie lange das Geschwindigkeitsbewusstsein bei mehr als 200PS unter der Haube anhält. Kommen wir zu der zweiten Kurzgeschickte / Auffälligkeit: Eben gerade kam die Ansage, dass wir uns noch mal um 15 Min verspäten, ich sehe schon schwarz für den Flug nach Baltimore. In 20 Min zum anderen Terminal/Gate wechseln und boarden – das wird mein neuer persönlicher Rekord Aber jetzt wo wir schon mal beim Fliegen sind hierzu ne kleine Anekdote. Ich hatte mir extra eine Karte ausgedruckt, damit ich von der Arbeit zum Airport finde. Ich war froh dass Barry - er musste nach Florida - mitgefahren ist. Apropo Karte - ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass auf amerikanischen Karten immer der Maßstab fehlt und man nie weiß ob es 5 Meilen oder 50 Meilen sind! Naja aber zurück zur Geschickte. Irgendwie haben wir es geschafft uns doch noch kurz zu verfahren. Aber wir hatten genug Zeit, so dass es kein Problem war. Wer denkt, dass wir als nächstes am Flughafen geparkt haben, der irrt sich. Da zumindest am Flughafen Austin Parkplatzmangel herrscht, sind wir zu Parking Xpress gefahren, haben das Auto dort abgegeben und sind die letzten 3 Meilen mit dem BUS gefahren. Der Check-IN hier läuft teilweise etwas anders ab als in Europa üblich. Natürlich gibt es auch hier Check-In, einen extralangen Security-Check und das Boarding... aber im Vgl. zu Europa tritt man am Schalter keiner Person gegenüber sondern einem Automaten. (Das wäre mal ne Geschäftsidee für Wincor gewesen). Ich glaube die nennen den Automaten self-service bag-in ticket counter oder so ähnlich Du stellst dein Gepäck auf die Waage, tippst die Confirmation number deines vorher ausgedruckten eTickets ein, wählst aus wie viele Gepäckstücke du hast, klebst die Ausdrucke an dein Gepäck und das wars dann... Kurze Information: Den Flug nach Baltimore habe ich dann doch noch geschafft, sie hatten mich zwar schon ausgerufen, aber ich saß im Flieger als er abhob - das ist die Hauptsache... Auf dem Flug habe ich dann Mario kennen gelernt. Wir kamen so ins Gespräch und ich habe ihm dann ein paar fränkische Schimpfwörter (muss selbst noch mal kurz nachschauen wie man die schreibt - kannte die bis vor 2 Wochen auch noch nicht wie zum Beispiel debberder Haumdaucher und bleeda Dolln beigebracht. Dieser "interkulturelle Austausch" war wirklich sehr witzig. Da er selbst in Washington wohnt, hat er mir noch seine Handynummer gegeben, dass ich ihn anrufen kann, falls ich es schaffe während der nächsten Tage nach Washington zu fahren. Er hat sich bereit erklärt mir die Stadt zu zeigen... Später als ich endlich in Baltimore angekommen bin, war es gerade mal 5°C. Da ich noch das angenehme Wetter von Austin gewohnt war, war ich bis dahin noch im Tshirt unterwegs gewesen und habe erstmal gefroren. Nach dem ich mein Auto abgeholt habe, bin ich auch erst mal gut aus Baltimore raus gekommen. Das Auto war wirklich klasse - alles Mögliche an Schnick Schnack von Ledersitzen zu Sitzheizung... Es war jetzt kurz nach 12 und ich war endlich auf dem Weg nach Rockville. Soweit so gut. Man hatte eine fünfspurige Straße fast für sich alleine, nur vereinzelte Autos und mehrere überlange Trucks waren unterwegs. Wenn man im Rückspiegel nur 2 große Lichter sieht und einen kräftigen Ton/starke Vibration im Auto hört oder spürt und sie dann an einem vorbeiziehen, weil man selbst etwas langsamer fährt, um sich auch nicht zu verfahren, sind sie doch recht eindrucksvoll. Kurz vor dem Ziel habe ich mich dann doch noch verfahren. Na super - bin ne halbe Std. mit meinen ausgedruckten Karten nachts um 1:30 durch die Stadt geirrt und habe nach der Straße gesucht. Nicht dass das schon genug gewesen wäre, nein, es kommt natürlich noch besser. Ich irre so herum, habe die Karte bei mir auf dem Lenkrad und versuche an Hand der Kartenausschnitte herauszufinden wo ich lang fahren muss. Naja und was passiert natürlich, ich sehe ne rote Ampel zu spät (99% der Ampeln haben um die Uhrzeit gelb geblinkt und ich erwische natürlich die Falsche). Na gut ich konnte mich zwar noch umsehen, ob ein Auto von links oder von rechts kommt, aber fürs abbremsen war es zu spät, sonst wäre ich mitten auf der Kreuzung gestanden. Im ersten Moment habe ich gedacht scheiße - zu spät - gott sei dank ist es noch mal gut gegangen - irgendetwas in der Reihenfolge. Aber es kommt wie es kommen musste. 500 Meter nach der Ampel habe ich 2 blau/rote Lichter hinter mir gesehen. Ich sag euch, wenn was kommt, dann kommt alles zusammen. Ich dann natürlich brav angehalten und wie man das so aus US TV Filmen so kennt, Arme aufs Lenkrad und ja keine hektischen Bewegungen. Ihr könnt mir glauben da war ich wieder wach. Naja 5 Minuten später hatte ich der Polizistin meine Situation erklärt und bisschen auf dumm gestellt (bin aus Deutschland, war hier noch nie....) dann hatte sie netterweise ein Auge zugedrückt und das Gute an der Sache, sie hat mir dann den richtigen Weg gezeigt, so dass ich dann endlich kurz vor 2 in meinem Hotelzimmer war. Nachdem ich dann schnell die wichtigsten Sachen ausgepackt hatte und wieder einmal die Uhr umgestellt habe (Im Vergleich zu Europa muss man hier öfters die Uhr umstellen) bin ich bloß noch ins Bett gefallen. Heute Morgen dann so kurz vor 8 aufgestanden, schön gefrühstückt und jetzt warte ich gerade auf Chad, damit wir gemeinsam zum Office fahren können und schreibe gerade die Erlebnisse runter... Die nächsten 4 Tage lassen sich recht schnell zusammenfassen. Morgens um 7:30 hatten wir jeden Tag ne Telefonkonferenz mit den Leuten aus Deutschland, danach ging es dann ins Office und es wurde gearbeitet. Mittags wurde uns was zu Essen vorbeigebracht, damit wir auch ja nicht zuviel Zeit verschwenden (Essen sehen die Amerikaner als notwendiges Übel und Zeitverschwendung an - nicht so wie die Franzosen die gut und gerne 3 Stunde für ein Abendessen... brauchen). So um 19 Uhr wurden wir dann vom Partner zum Essen eingeladen. Nach der ~ einstündigen Pause ging es dann zurück ins Hotel und es wurde noch bis 12-1 gearbeitet. Das mit dem Washington Besuch musste ich leider verschieben. Wenn alles klappt, werde ich kommende Woche Do noch mal nach Washington fliegen und das Wochenende dort verbringen. Drückt mir die Daumen, dass es mit der Kostenübernahme klappt!!! Die/Der Rückfahrt/-flug war heute recht unspektakulär. Außer einer kleinen Verspätung - wie sollte es anders sein - ging alles glatt über die Bühne. Das Erstaunliche an der Reise von Rockville nach Austin war aber, dass ich von Haustür zu Haustür gut und gerne 11 Stunden gebraucht habe. Es zeigt zumindest ansatzweise wie groß die USA ist oder wie es Barry ausdrücken würde, 45% der Amerikaner waren noch nie außerhalb der USA. So das soll’s fürs erste gewesen sein. Es gibt zwar noch genug Geschichten zu erzählen, aber es soll ja ein Tagebuch sein und kein Roman. Also freue mich von euch zu hören. Viele Grüße aus Austin Christian P.S: englische Wörter, die die Welt nicht braucht aber man sich trotzdem merkt Teil II: bluff = Felsvorsprung, Panorama.... und für alle Partyfans ganz wichtig pregaming P.P.S: Die neusten Bilder werde ich morgen Abend nachreichen!!!

20.10.06 07:29

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