Weihnachts und Silvester Trip

Hi Leute,

 

ich wollte mich mal wieder melden und euch von meinem Weihnachts/Silvester Trip erzaehlen:

 

Angefangen hat alles am 21.12  Abends so um 7 Uhr nachdem wir das Proposal abgeschlossen hatten.

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich naemlich nur, dass demnächst irgendwo in Cape Coral ein Haus auf mich wartet. Zu mehr Planung kam ich vorher leider nicht. Zuerst musste ich erstmal festlegen/planen von wann bis wann ich unterwegs sein wollte und wie ich überhaupt nach Florida komme, da ich mit meinem damaligen Auto nur in Texas fahren durfte. Naja nach ca. 2 Std. stand das Gröbste. Ich wusste die genaue Adresse von unserem Haus, wusste wie lange und ab wann wir das Haus hatten, welche Strecke ich nehmen wollte und ungefähr welche Städte ich mir so alles anschauen wollte. Die Planung bestand darin am 22. morgens loszufahren, soweit wie möglich zu kommen, irgendwo ein Motel zu nehmen und dann nach 2000km am 23. in Cape Coral Florida anzukommen. Natürlich hat sich das alles wieder um ein paar Std. nach hinten verschoben - die Wäsche war schuld. Gottseidank war mein Koffer von der letzten Reise noch so gut wie gepackt, so dass das Packen etwas schneller ging

 

Die Fahrt kann man ziemlich einfach zusammenfassen: Außer ein paar Skyscraper in Houston und einer 32 Meilen lange Brücke über die Sümpfe von Louisiana war es total langweilig. Mir war sogar so langweilig, dass ich mir jedes Werbeschild am Straßenrand durchgelesen habe und es 300 Meilen geschafft habe nur mit Hilfe des Tempomats die Geschwindigkeit zu regulieren - mal ein paar Meilen schneller mal ein paar langsamer...  ich sag euch das waren vielleicht Herausforderungen. Naja am Abend des 2. Tages bin ich dann endlich in Cape Coral angekommen und wurde gleich mit einem frischen, gekühlten Dosenbier empfangen - herrlich Die anderen (Basti, Andrea, Franzi, Johannes, Babs und Verena) waren natürlich schon ein bisschen weiter und hatten die erste Jacuzzi Session schon hinter sich. Aber das habe ich nachdem sich die anderen in ihre Betten verkrochen haben noch nachgeholt.

Echt einsame klasse. Poolbeleuchtung, ein kühles Bier oder ein Wein, ein heißer, blubbernder Whirlpool, es fehlt nicht mehr viel zum Glück – zumindest kruzfristig...

Naja den ersten Tag haben wir dann auch nur am Pool gelegen und die Sonne auf unseren Bauch brutzeln lassen - einfach mal nichts tun nach dem Motto: „die Welt dreht sich auch ohne einen“. Konnte sogar wieder angefangen zu Lesen und diesmal keine Statements of Works oder kurze Artikel oder ähnliches nein ein richtiges Buch – man kommt ja sonst nie dazu. Am 24. gab es dann Abends ein von den Mädels lecker zubereitetes Essen. Nach dem wir dann alle total satt nein schon fast am platzen waren, wurde dann gewichtelt – durfte mich ueber ein University of Texas T-Shirt freuen. Es war vielleicht nicht das normale, gewohnte Weihnachten aber insgesamt war es die Erfahrung wert!

 

Die nächsten Tage haben wir dann mal ein Boot für einen Tag gemietet oder sind an den Strand gefahren oder haben uns dem größten amerikanischen Hobby hingegeben dem Shopping (2. Hobby wäre BBQ). Bis jetzt hatte ich mich ja gut zurückgehalten und vielleicht knapp 7 Kleidungstücke gekauft, aber an dem Tag hat es mich ueberkommen. Die anderen haben gerade ihr zweites oder drittes Kleidungsstück gekauft, da war ich schon fünf bis sechs Tüten schwerer. Ich habe es geschafft in knapp 2-3h mir neue Schuhe, neue Business Sachen und neue Freizeit Sachen zu kaufen, insgesamt vielleicht so 15-20 Kleidungsstücke - und da sag mir jemand man braucht nen Tag um die richtigen Sachen zu finden!!! War echt überrascht von mir. Um weiteres Ausufern zu vermeiden habe ich meinen Einkauf abgebrochen und bin bei der nächsten Gelegenheit nach Hause gefahren!

 

Alles in Allem war die Woche in Cape Coral super erholsam auch wenn meine Haut mir vielleicht dankt, dass die langen Jacuzzi-Sessions vorbei sind.

 

Am 30. ging es dann Richtung Fort Lauderdale. Ich wusste zwar noch nicht genau wo ich Schlafen sollte, aber im Laufe des Tages hat sich das dann auch geklärt. Abends sind wir dann nach Downtown gefahren und haben die Club-Scene mal erkundschaftet. Nach einem schwerfälligen Aufstehen am nächsten Mittag, ging es dann erstmal nach Miami. Auch wenn dies schon meiner 2. Besuch von Miami war, war es trotzdem wieder schön am Strand langzulaufen und sich die Leute am Ocean Drive anzuschauen. Da kam dann auch die Idee auf Silvester in Miami Beach zu feiern. Im Nachhinein eine super Entscheidung! Abends nach dem wir uns und die Wodkaflaschen fertig gemacht haben, ging es dann wieder ab Richtung Miami Beach. Die Parkplatzsituation war so um 9:30 schon ziemlich krass aber wir hatten Glück und haben noch 2 Parkplätze im gleichen Parkhaus gefunden. Da das mit dem Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit immer so ne Sache ist in den USA, haben wir uns eine Ecke am Strand gesucht und erstmal ge-pregamed

 

Anschließend sind wir ein bißchen durch die Menschenmengen geschlendert und dann ging es schon wieder ab Richtung Strand, um das Feuerwerk zu bewundern. Feuerwerksmäßig war leider nicht viel los, aber dafür dann später in den Clubs! Miami ist ja so schon teuer aber die wollten allenernstes $100 nur für den Eintritt haben - und das war günstig. Naja nach ein bißchen Suchen haben wir in einer Seitenstraße noch nen guten spanischen Schuppen for free gefunden. Da haben wir dann auch bis ungefähr 6 Uhr morgens (Polizei hat die Party abgebrochen) gefeiert - echt 1a.

 

Aber ich muss euch noch von einer kleinen Kuriosität erzählen - sowas passiert einem auch nur in USA!!!

 

Ich war gerade draußen, um mich mal ein bißchen Abzukühlen da kommt so ein Pärchen vorbei. Er so 28 Sie so 25-26. Fragt er mich ob seine Freundin mich küssen darf. Ich - Mann - sag natürlich ja. Hatte erst gedacht ok einen Kuss auf die Backe oder einen normalen Kuss. Ne kam dann ein bißchen anders. Aus dem ganzen wurde ein langer Zungenkuss - sowas muss man einfach genießen, nicht fragen wieso oder warum einfach machen...!!! Anschließend noch 2 Min geredet, sich noch ein frohes neues Jahr gewünscht und schon waren die beiden wieder in der Menschenmenge verschwunden. Naja ich habe es Ihnen dann gleich getan und bin dann wieder auf die Tanzfläche gegangen.

 

Aber zurück zum Geschehen. So um 7 Uhr sind wir dann endlich in unserem Hostel angekommen und sind ins Bett gefallen. Leider nur für 3Std, da wir noch unsere Sachen packen und um 11 Uhr aus dem Zimmer sein mussten! Nachdem die anderen den Rückweg nach Atlanta angetreten sind, habe ich den Tag noch schön am Strand verbracht, den Schlaf nachgeholt und ein bißchen gelesen. Wie es natürlich so kommt, habe ich mir im neuen Jahr gleich mal einen leichten Sonnenbrand geholt und das am 1.1 !!!

Am Nachmittag kam dann Iris noch vorbei und wir sind ein bißchen am Strand gesessen/gelaufen und haben uns noch ein bißchen unterhalten. Abends überkam uns dann der Hunger und wir haben uns noch ein gemütliches Restaurant an der Strandpromenade gesucht. Es war schon wieder viel zu spät, da musste ich dann auch so langsam meinem Heimweg antreten. Da ich bis jetzt noch nichts geplant hatte wie weit ich kommen wollte, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen (hätte ich auch sonst nicht).

 

Bin dann bis nach Jacksonville gekommen und habe mir das nächstbeste Hotel gesucht. Am nächsten Tag wollte ich zuerst bis nach Pensacola kommen aber den Plan hatte ich spaeter ueber den Haufen geschmissen und habe noch einen Umweg über die ganzen Inseln am Golf von Mexiko gemacht. Nachdem ich mir den Sonnenuntergang dann in Destin angeschaut habe, unternahm ich noch einen kleinen (er war nur kurz, da es im Vergleich zu Miami arschkalt war anstatt 85°F (=29°C) nur 50°F(~10°C))Spaziergang am perfekt weißen Strand. Viele Häuser direkt am Strand sind zwar aufgrund von Katrina immernoch leer und einbruchsgefährdet aber die Häuser haben echt Klasse. Riesen Häuser mit kleinen Türmchen, alles aus Holz, direkt am Strand und auf Pfählen gebaut - beeinduckend sag ich euch. Naja danach hatte ich auch keine Lust mehr zu fahren, deswegen habe ich mir ein Hotelzimmer in Destin geholt. Habe mich dann spontan entschieden in den Film Casino Royal zugehen, da ihn jeder meiner Freunde in Austin schon gesehen hat und ich ihn auch noch sehen wollte. So um 22 Uhr nachdem der Film zu Ende war, ging es dann in den TGI Fridays um zu Abend zu essen. Wie der Zufall so will, kam eine der Kellnerinnen aus Europa und wir kamen dann so auch ins Gespräch. Nachdem sie dann etwas früher Feierabend gemacht hat, haben wir uns zu erst noch im Restaurand hingesetzt und gequatscht und später sind wir noch in ne andere Kneipe gegangen, da das Restaurant geschlossen wurde. Nachdem ich sie um 2 Uhr noch nach Hause gebracht habe, hiess es fuer mich auch nur noch ins Bett zu fallen - war hunde müde. Am nächsten Tag hat dann New Orleans nach mir gerufen. Ist zwar etwas mitgenommen von Katrina, aber die Stadt ist echt sehenswert und nicht nur Tagsüber auch Nachts ist genug geboten!. An dem Abend, als ich ankam, war nämlich ein großes Event - der Sugarbowl. War echt der beste Zeitpunkt um da hinzukommen. Habe nur 2 Blocks von der Partymeile gehaust, so dass ich Abends in der Partymeile super mitmachen konnte. Zuanfang war ich zwar alleine, aber hier in Amerika geht das relativ schnell das man mit jemanden ins Gespräch kommt. War auf jeden Fall super!!! Am nächsten Tag habe ich mir New Orleans French Quarter and Business District angeschaut und konnte durch Zufall noch einem Jazz Konzert beiwohnen. Ist vielleicht keine Musik zum Tanzen aber habe sie gerne gehört. Für die Heimfahrt habe ich mir dann auch erstmal 2 Alben gekauft - eine Jazz CD und eine Big Band CD. Nachdem ich dann noch das creolische Essen ausprobiert habe, konnte ich die letzten 9h Heimfahrt antreten. Durch die Musik war die Fahrt dann doch nicht so langweilig!! Bin dann Nachts gegen 2 Uhr in Austin angekommen und um 7 wieder aufgestanden, da ich nicht noch einen wertvollen Urlaubstag verschenken wollte. Mir bleiben jetzt nämlich nur noch 2 und die muss ich irgendwie zwischen Chicago, New York und Mexiko City aufteilen...

 

Aber insgesamt muss ich sagen, hat sich bei der Reise wirklich jeder Dollar und jede Meile (Ingesamt waren es ziemlich genau 3000 Meilen oder 4800km) gelohnt!!!

 

So das wars von mir!

 

Bis die Tage

ciao

Christian

 

P.S: Würd mich freuen von euch mal zu hören, was ihr an Silvester so getrieben habt!

8.1.07 17:24

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